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SUNNIE J. GROENEVELD

Mit ihrer Firma Inspire 925 setzt die Zürcherin digitale Lösungen für Unternehmen und Städte um.

BOLERO Zu welchem Zeitpunkt hatten Sie das Gefühl, es geschafft zu haben?
SUNNIE J. GROENEVELD Es gab viele kleine Momente der Bestätigung. Zum Beispiel, als die Kunden plötzlich auf uns zukamen, anstatt umgekehrt. Als ich meinen ersten Mitarbeiter eingestellt habe. Unsere Auszeichnungen, die zeigen, dass jemand begeistert ist, von dem, was wir tun. Mein Buch zum ersten Mal im Handel zu sehen. Der Zuschlag für die Standortinitiative DigitalZurich2025, neu Digitalswitzerland. Lauter prägende Ereignisse, an die ich mich gerne erinnere.

Was treibt Sie an?
Ich würde gerne morgens meinen Kaffee bei einer Kioskfrau kaufen, die Freude an ihrem Job hat. Am Montag in den Zug steigen und motivierte Gesichter sehen. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass Menschen zufriedener ins Büro und durch den Alltag gehen.

Mit welchen Schwierigkeiten sehen Sie sich in Ihrem Job konfrontiert?
Der Grundhaltung von Personen sowie allgemeinen Problemen der Unternehmenskultur. Sehr viel scheitert am klassisch schweizerischen Gärtlidenken. Um unser Innovationspotenzial auszuschöpfen, müssen wir uns als Teil eines grösseren Ganzen verstehen. Auch täte es der Schweiz gut, ein bisschen von ihrem Perfektionsanspruch abzulegen. Ja, Perfektion hat uns gross gemacht. Das heisst aber nicht, dass sie immer und überall sinnvoll ist.

Wie sehr spielt es in Ihrem Business eineRolle, dass Sie eine Frau sind?
Es gibt gewisse Dynamiken in der Geschäftswelt, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Ich persönlich fühle mich als weibliche Unternehmerin aber nicht per se benachteiligt. Die Daseinsberechtigung muss man sich am Ende selber erteilen. Das bezieht sich nicht nur aufs Geschlecht, sondern auch auf die Seniorität.

Wie wichtig ist Ihnen Ihre optische Erscheinung?
Stil ist primär eine sichtbare Art, Entscheidungen zu kommunizieren. Als Frau hat man diesbezüglich mehr Möglichkeiten und entsprechend auch mehr Macht zu steuern, was man dem Gegenüber mitteilen will. Meine persönlichen Stilpräferenzen: Eleganz. Und fache Schuhe.

Woran krankt unsere Zeit?
Ich glaube, dass insbesondere Politiker heutzutage zu oft in den Rückspiegel schauen und zu wenig nach vorne. Zu viele versuchen, mit vergangenheitsorientierten Themen zu polarisieren. Unsere Zeit braucht mehr verantwortungsvolle und konstruktive Persönlichkeiten, die Zukunftsthemen vorausschauend anpacken.

PRÄSENTIERT VON IWC SCHAFFHAUSEN

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